The Guatemalan Handshake

USA 2006
Regie: Todd Rohal
Cast: Katy Haywood, Ken Byrnes, Will Oldham
Genres: Drama, Comedy
Sprachfassungen: Englisch 2.0
Untertitel: keine

98:21 Minuten

 

„Per Anhalter durch die Galaxis“ in der amerikanischen Provinz. Die Weisheit der Welt findet sich in der Erzählung eines 10-jährigen Mädchens und Gott ist ein oranges Elektromobil. Todd Rohals filmischer Exkurs in die Geheimnisse des Lebens schreckt vor nichts zurück. In seinem liebevollen und urkomischen Provinzpanoptikum treffen Kubricks „A Space Odyssey“ und Malicks „Days of Heaven“ auf die „Simpsons“.
Die Titeltafel „Zwei Wochen zuvor“ nach der Eröffnungsszene des Films ist die größte filmische Lüge seit Hitchcocks berühmter Rückblende aus „Die rote Lola“. Rohal bewegt seine Figuren durch die Zeit wie Neutrons im Teilchenbeschleuniger, mal vorwärts, mal rückwarts, mal schneller, dann wieder langsam. Sprunghaft überkreuzen sich ihre Wege in der Zeit und erinnern uns daran, das hier alles möglich ist: Tod kommt vor dem Leben, Ankommen vor dem Wegegehen.
Der Zuschauer begibt sich mit Leichtigkeit mit auf diesen Weg, mal schmunzelnd, mal laut lachend, verfolgen wir den mysteriösen Störfall im nahen Atomkraftwerk, der zum großen Stromausfall und zum Verschwinden von Donald führt. Staunend beobachten wir, wie sich niemand der kleinen Community zwischen Atomkraftwerk und Vergnügungspark dafür zu interessieren scheint, und schon sind wir mittendrin in einer bezaubernden, philosophischen Geschichte um Donalds schwangere Freundin Sadie, seinen autoverrückten Vater und seine beste Freundin, die 10-jährige Turkeylegs.